Goodwood Moto2 Show

Die dreifache Präsentation von Triumph auf dem Festival of Speed

Besucher des Festival of Speed konnten das Auspuffröhren des Motors hören, der 2019 in jedem Moto2-Bike eingesetzt wird.

Es ist das erste Mal, dass ein Moto2-Prototyp in der Öffentlichkeit gefahren wird – und das beim renommiertesten Motorsportevent des Jahres. Zusammen mit der neuen Speed Triple und drei Rennlegenden bekamen die Fans einen Eindruck von den starken Wurzeln, die Triumph im Rennsport hat.

So etwas gibt es nirgendwo sonst. MotoGP-Rennfahrer, World-Superbike-Gewinner, Formel-1-Fahrer, Isle of Man TT-Gewinner – sie alle fahren durch das offene Fahrerlager. Es ist chaotisch, aber auf die schönste Weise. Die Chancen stehen nicht schlecht, in Goodwood einen seiner persönlichen Rennhelden zu treffen.

Carl Fogarty at the Goodwood Festival of Speed

Es gibt kaum etwas, das es in Sachen Leidenschaft und Intensität mit Goodwood aufnehmen kann. Das ist die größte Veranstaltung ihrer Art und zieht während der vier Tage knapp 500.000 Menschen an. Erstmals ließ Triumph den Prototyp der Moto2 mit 765 cm³ öffentlich fahren. Bis dahin war er nur auf Rennstrecken und in Boxengassen zu sehen gewesen.

„Mein Gott, ist die laut!“

Carl Fogarty unternahm eine Spritztour mit der Moto2-Maschine. Als sie davonfuhr, war das Röhren des Dreizylindermotors überall auf dem Goodwood-Gelände zu hören: „Der Sound ist das erste, was einen umhaut. Offensichtlich konnten wir sie hier nicht auf volle Geschwindigkeit bringen, noch dazu mit kalten Reifen, aber es hat mich sehr gereizt, ihr etwas mehr die Sporen zu geben. Es reizt mich sicherlich, sie einmal voll auszufahren, denn sie ist so klar eine Rennmaschine. Die Reaktionen auf das Bike waren unglaublich, sowohl am Stand von Triumph als auch an der Startlinie. Ich kann es nicht erwarten, sie nächstes Jahr live zu erleben.“

Gary Johnson, TT-Sieger, hatte ebenfalls Gelegenheit zu einer Fahrt mit dem Moto2-Bike. Nach der Einfahrt in die Boxengasse durch das versammelte Publikum, das einen Blick auf das Bike erhaschen wollte, nimmt Gary den Helm ab. Er strahlt noch immer über das Erlebnis. Wir haben ihn direkt im Sattel erwischt.

Johnson fährt ein nach einer morgendlichen Fahrt auf den Hügel mit dem Moto2-Prototyp

„Erster Eindruck: Mein Gott, ist die laut! Die Auspuffanlage faucht und knallt wirklich. Wirft man beim Fahren einen Blick auf die Armaturen von Magneti Marelli, dann sieht man, dass die Maschine gut Treibstoff zieht. Schaltet man sie ab, dann knallt und knattert sie – und man weiß, dass sie im Rennmodus ist und sich auf dem Parcour gut schlagen dürfte. Wir lachen ein wenig und machen ein paar Wheelies. Es macht echt Spaß, damit zu fahren.“

Johnson und Foggy sind bereit für die Fahrt bergauf

Dreifach aufregend

Zur Feier des Vorstoßes der 765-cm³-Maschine in die Welt des Moto2 gab es auch eine Präsentation der Triples von Triumph – eine neue Speed Triple RS und drei legendäre Rennmaschinen Triumph. FTR sprach mit James Hewing, dem Museumsdirektor des National Motorcycle Museum, der die Motorräder für Goodwood ausgewählt hat.

„Wir arbeiten oft mit dem Team von Triumph; es ist das zweite Mal, dass wir das am Festival of Speed getan haben. Wir haben ein großes Inventar an berühmten Rennmaschinen, die bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg reichen. Das übergreifende Thema hier sind die Dreizylinder – eine 2003er ValMoto Daytona, zwei 750 cm³ Work Triumph Rennmaschinen, eine von 1970 und eine von 1971.

James Hewing mit der 750 cm3 Works Triumph von 1971

„Die 600 cm³ ValMoto Triumph ex-John McGuinness von 2003 (unten) ist so schnell. Ich bin gerade mit dem Motorrad den Hügel hochgefahren und war auch auf der 2018er Speed Triple. Der Unterschied zwischen der Daytona und der Speed Triple ist in gewisser Weise geringer als man meinen sollte. Die Speed Tripple ist so erstaunlich ausgereift, dass sie sich gar nicht anders anfühlt als dieser spezielle Rennsieger von der Isle of Man. Das zeigt einfach, wie unglaublich die Speed Triple ist.“

„Was die neue Moto2-Maschine angeht – ich weiß, dass Goodwood sie unbedingt ausstellen wollte. Es ist ein echter Leckerbissen für Fans, sie erstmals öffentlich zu sehen. Alle sind sehr begeistert. Viele sind einfach begeistert, weil es ein britisches Modell gibt, dass es in eine hohe Rennklasse schafft. Das ist ein echtes Thema.“