Inspiration: Festival

Maßgeschneidertes Design

Der Schneider der Stars

Die Liebe zum Detail steht für Lloyd Forrester beruflich an erster Stelle. Schon ein kleiner Fehler genügt und die Arbeit beginnt von vorn.

Phil Green in seinem maßgeschneiderten Anzug von Lloyd Forrester am DGR

Er ist der Schneider der Stars und dafür verantwortlich, dass die maßgeschneiderten Anzüge von Rockstars und Schauspielern wie Mick Jagger, Benedict Cumberbatch oder Tom Cruise wie ein Handschuh sitzen. Seit er seinen ersten Gehaltscheck in den Händen hielt, ist er zudem von Triumph wie besessen.

Vielleicht war es die besondere Handwerkskunst von Triumph, die ihn zu einer so individuellen und typisch englischen Motorradmarke hinzog, denn genau die zeichnet auch das Atelier von Timothy Everest im coolen Londoner Stadtteil Spitalfields aus, wo er seinem Handwerk nachgeht. Also geht es doch nur ums Motorrad?

„Nein, nicht wirklich“, bekräftigt er. „Nicht nur, jedenfalls. Obwohl die handwerklichen Aspekte und Details unbewusst natürlich eine Rolle gespielt haben. Wenn ich ehrlich bin, hatte es jedoch mehr mit der Tradition und dem Fahrgefühl zu tun.“

Die Hand des Schicksals

Lloyds Liebesbeziehung zu Triumph reicht bis in die frühen 1980er zurück, als er nur wenige Stunden nach der bestandenen Fahrprüfung durch einen glücklichen Zufall zum Motorrad seiner Träume kam: „Der Besitzer der Fahrschule nahm mich mit zu sich nach Hause und zeigte mir ein Motorrad, das er in der Garage stehen hatte.

„Es war eine 1971er Triumph Trident T150 mit einem sargförmigen Tank. Für einen 20-jährigen Burschen, der von Fotos und Filmen der Slippery Sam und der TT-Rennen wie besessen war, wurde damit ein Traum Wirklichkeit. Es war ein absolut fantastisches Bike.“

Der Eigentümer sah, wie Lloyd große Augen machte, und sagte ihm, dass es zum Verkauf stünde. Für den Kauf ging dann das gesamte Geld drauf, das er als Schneiderlehrling gespart hatte. Doch er hat es nicht bereut: „Das Bike war jeden Penny wert.“

Passt wie angegossen – dank Lloyds Fertigkeiten machte Phil eine gute Figur

Mehr als drei Jahrzehnte später arbeitete Lloyd an einem extravaganten Dreiteiler für Phil Green – dem Gesicht des Distinguished Gentleman’s Ride 2017 –, der damit auf der von Triumph zur Verfügung gestellten Dapper Bonnie durch London fuhr.

Wieder hatte das Schicksal seine Hand im Spiel, denn erneut war es ein atemberaubendes Motorrad, das die beiden zusammenbrachte. Diesmal mit etwas Nachhilfe seines Chefs Timothy: „Wir hatten im Jahr 2000 viel für Tom Cruise und den Film Mission: Impossible II gearbeitet und der Typ, der die Triumph Maschinen für den Film lieferte, überließ ihm als freundschaftliche Geste ein Modell.“

Maßnehmen für Phils Anzug

Jahre später kaufte Lloyd eine fast originalgetreue Replik der im Film verwendeten Speed Triple 955i ­– die echte, inklusive Einschusslöcher, kann man im Besucherzentrum von Triumph „Visitor Experience“ bewundern. Heute erkundet er mit diesem Motorrad am Wochenende die Landstraßen rund um sein Haus in Cambridge.

„Die Motorräder von Triumph haben etwas so Eigenständiges, das sie von allen anderen Bikes unterscheidet. Natürlich spielt die Tradition eine wichtige Rolle und die Tatsache, dass sie aus England kommen. Die Handwerkskunst von Triumph ist sicherlich auch ein Faktor, aber unterm Strich ziehen mich die Bikes einfach magisch an.“