Inspiration: Festival

Kevin Charles talks Triumph clothing

Die Triumph-Motorradbekleidung der Zukunft

Legendär, authentisch, britisch ... und zeitlos

Eine Motorradjacke, die Sie auf windigen Fahrten zur Arbeit warm hält, beim Durchqueren der Sahara nicht zum Schwitzen bringt und außerdem beim abendlichen Ausgehen immer eine gute Figur macht. Zu schön, um wahr zu sein?

Falsch. Für Kevin Charles, dem Director of Clothing bei Triumph Motorcycles, liegt eine Zukunft, in der sich leistungsstarke Technologie, unvergleichliches Design und ein klassisch-zeitloser Look vereinen lassen, bereits in greifbarer Nähe.

Individualität

„Ich bin hierher gekommen, weil ich schon bei der bloßen Erwähnung des Namens Triumph eine Gänsehaut bekomme. Wir haben eine riesige Chance, eine Premium-Lifestyle-Marke zu entwickeln und damit ganz neue Kunden anzusprechen, die auf der Suche nach genau dem sind, was sowohl Bekleidung als auch Motorradfahren bieten können – Individualität.“

Seine Hingabe für die Marke beweist Kevin durch eine Triumph-Tätowierung auf dem Unterarm. Und natürlich durch die Tatsache, dass er bereits knapp 20 Triumph-Motorräder besessen hat – von Speed Triples über Tiger Modelle bis hin zur Daytona. Seine erste Liebe war eine Speed Triple in Diablo Black von 1994, also aus dem Jahr, in dem auch die Rottweiler-Werbung gestartet wurde.

„Ich habe sie verkauft und mir eine Daytona zugelegt, die zu meiner 1965er Bonneville passte. Vor ein paar Jahren habe ich sie dann wirklich vermisst und mich entschieden, mit eine neue zu kaufen. Nach einigen Monaten fand ich sie bei einem Händler in der englischen Region Cotswolds“, berichtet er.

„Also bin ich hingefahren und war sofort begeistert, außer dass auf dem Kupplungsdeckel ein kleiner Kratzer war. Mein altes Motorrad hatte auch einen Kratzer an dieser Stelle. Dann fand ich beim Durchsehen der Papiere meinen Namen in der Liste der Vorbesitzer. Ich musste das Motorrad einfach zurückhaben und habe es auch gleich gekauft. Nun gebe ich es nie mehr her.“

Unbezahlbare Authentizität

Seit einem Jahr ist er bereits in seiner Rolle tätig, in der er die Produktreihe evaluiert, Kundenmeinungen aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich sowie von der Ost- und Westküste der USA einholt sowie neue Materialien testet, um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Kevin, der seine Berufserfahrung bei branchenführenden Marken wie The North Face, Vans und Converse gesammelt hat, führt weiter aus: „Die Grundlage besteht darin, dass Triumph eine authentische britische Marke mit langer Tradition darstellt und dies an sich schon unbezahlbar ist. Dennoch dürfen wir uns nicht darauf ausruhen.“

Während er eingesteht, dass eine Runderneuerung und Neuausrichtung der Bekleidungskollektion nicht über Nacht erfolgen kann, glaubt er doch an ein deutlich erkennbares Umdenken, mit dem sich die Marke in ganz neue Bereiche vorarbeiten und gleichzeitig für Traditionalisten weiterhin interessant bleiben wird.

Der Stil der Speed Triple

Für Kevin, der schon immer einen individuellen Look kreieren wollte und als junger Mann auf der Suche nach Retro-Bekleidung die Londoner Märkte von Camden und South Kensington durchkämmte, gründete sich die Anziehungskraft der ursprünglichen Speed Triple auf dem Image von schwarzen Lederjacken und Jeans.

„Darum geht es bei Motorradbekleidung. Die Kleidung eines Bonneville-Fahrers ist anders als die eines Tiger-Fahrers, weil es sich um unterschiedliche Arten von Motorrädern handelt. Wenn man mit einem Adventure-Bike unterwegs ist, braucht man Motorradbekleidung, die einen gewissen Schutz gewährleistet und die Technologie des Motorrads widerspiegelt. Gleichzeitig muss sie aber auch das ganze Jahr über tragbar sein, also im Sommer kühlen und im Winter warm halten“, fährt Kevin fort.

„Ein Bonneville-Fahrer wünscht sich hingegen Bekleidung, die ihn einerseits schützt, sich andererseits aber auch im Pub tragen lässt und dabei einen legendär coolen und zeitlosen Look ausstrahlt – zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Beim Fahren eines Roadsters kommt es auf ausgefeilte Technologie an, die gleichzeitig straßentauglich und für die Rennstrecke geeignet ist. Darüber hinaus muss diese Bekleidung aber auch gut aussehen und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Dies ist ein entscheidender Bereich, an dem wir bei allen Modellen arbeiten.“

Klassisch, legendär, zeitlos

Kevin betont, dass Triumphs Motorradbekleidung der Zukunft vor allem von einem Aspekt geprägt sein muss: „Jedes einzelne Kleidungsstück muss nicht nur heute, sondern auch noch in zehn Jahren klassisch, legendär und cool aussehen. Nehmen wir die Bonneville als Beispiel. Dieser legendäre Klassiker wird mit zunehmendem Alter immer besser. Sie sieht heute noch genauso gut aus wie vor 60 Jahren. Warum sollte das bei Bekleidung anders sein?“

Leidenschaft für britische Coolness

„Unglaublich viele Menschen sind von unserer Marke begeistert. Daraus ergeben sich quasi unendliche Möglichkeiten, kultige Kleidungsstücke für den täglichen Bedarf zu entwerfen. Dabei geht es um Bekleidung, die jeder tragen kann, also nicht nur Motorradfahrer, sondern alle Menschen, die sich von der Coolness der Triumph-Motorräder inspirieren lassen. Diese Bekleidung spricht sie an, weil sie einfach gut aussieht. Ganz gleich, ob das Branding dabei offensichtlich oder verdeckt erfolgt, steht Triumph für hohe Qualität und ist eine der coolsten britischen Marken überhaupt.“

Die meisten Produktreihen bleiben weiterhin streng geheim, bevor sie im weiteren Jahresverlauf offiziell auf den Markt kommen. Trotzdem ist es FTR gelungen, Kevin einige Vorabinformationen zu entlocken.

Erste Einblicke

„Zumindest kann ich bereits ankündigen, dass viele der neuen Kleidungsstücke den Union Jack verwenden werden. Was die eigentlichen Produkte angeht, wird ab Herbst/Winter 2019 zum Beispiel ein Triumph-Airbag erhältlich sein, der Fahrern einen Rundumschutz gewährleistet und unter jede Motorradjacke passt“, verrät uns Kevin.

„Dieser wird über eine eingebaute Box mit verschiedenen Algorithmen ausgelöst, die den Airbag in nur einer Millisekunde aufblasen. Er wurde gemeinsam mit Rennfahrern aus dem MotoGP entwickelt und ermöglicht einfache Updates direkt über WLAN das zu Hause.”

Solcherart Innovationen stehen im Vordergrund einer Entwicklung, mit der Triumph in seiner stets zeitlosen Motorradbekleidung weiterhin Qualität, Design und Vielseitigkeit miteinander verbindet. „Kurz gesagt wollen wir, dass unsere Kleidungsstücke zweckdienlich, charakterstark und technologisch ausgefeilt sind sowie auch in vielen Jahren noch perfekt tragbar sein werden.“

Weitere Informationen dazu gibt es demnächst an dieser Stelle.