Inspiration: Big Trip

Die fünf schönsten Reiseziele für Scrambling-Fans

Die weltweit schönsten Ziele für Motorradabenteuer im Gelände

Schon lange ist eine Scrambler erste Wahl für alle, die dem Ruf der Wildnis folgen möchten. Seit den „Scramble-Rennen“ und dem „Hare Scramble“ vor über 100 Jahren sind diese Bikes die idealen Begleiter, wenn es um die Eroberung der großen, weiten Welt geht.

Dank moderner Technik können Sie mit den einsatzerprobten Arbeitstieren jetzt noch ausgedehntere Scrambling-Abenteuer bestreiten. Ein modernes, speziell abgestimmtes Fahrwerk, individuell anpassbare Fahrmodi mit speziellen Einstellungen von ABS und Traktionskontrolle sorgen für eine vielseitige Einsetzbarkeit in jedem Gelände und auf jedem Untergrund. Die voll einstellbare Aufhängung vorn und hinten und die große Bodenfreiheit machen ein Aufsetzen praktisch unmöglich. Dabei sind dies nur einige der modernen Ausstattungsmerkmale, die es zu einem äußerst anpassungsfähigen Bike für den Gelände- und Straßeneinsatz machen.

Ob kurvenreiche Gebirgsstraßen, Wüstenpisten, Sandstrände, Schotterstrecken, Staubbecken oder Kiesgruben – diese Bikes nehmen es mit allen Herausforderungen auf schreibt der aus Long Island stammende Journalist und Motorradfahrer Shane Herrick.

Triumph Scrambler 1200 in Baja California
Die Scrambler 1200 – modernste Motorradtechnik fürs Gelände

1. Halbinsel Baja California, Mexiko

Die Halbinsel Baja California in Mexiko ist ein Paradies für Gelände- und Scrambling-Abenteuer. Der westlich vom Festland Mexikos und südlich von Kalifornien gelegene Bundesstaat erstreckt sich auf einer Fläche von 140.000 Quadratkilometern und ist geprägt von makellosen Sandstränden und weiten, ausgedörrten Ebenen, die in der Wüstenhitze flirren.

In Baja gibt es ein riesiges Angebot an geführten Touren.

In den sonnenverbrannten Bergen winden sich schmale Wege durch die Felslandschaft, während in den Tälern Schotterstraßen durch endlose kakteenbewachsene Wüstenebenen, abgelegene Dörfer und Rinderfarmen führen. Die Westküste liegt am Pazifischen Ozean, die Ostküste am Golf von Kalifornien mit seinem kristallklaren Wasser. Tatsächlich erinnert Baja an eine Wüstenoase aus einem Sergio-Leone-Film.

Für Fahrer, die sich fachkundige Unterstützung vom Profi wünschen und Wert auf einen strukturierten Reiseablauf legen, gibt es in Baja von Ensenada im Norden bis nach Cabo San Lucas an der Südspitze der Halbinsel eine Vielzahl von geführten Touren und Tourveranstaltern. Einige von ihnen haben ihren Sitz in den Vereinigten Staaten, daher starten deren Touren normalerweise von San Diego aus. Zahlreiche Veranstalter verleihen auch Bikes, die umfassend gewartet und für das unerbittliche Gelände in Baja entsprechend ausgestattet sind.

Für all diejenigen, die sich auf eigene Faust ins Abenteuer stürzen möchten, gilt die Regel: MACHT EURE HAUSAUFGABEN! Hier sind kurz zusammengefasst einige wichtige Dinge, die es zu beachten gilt:

  • Planen Sie Ihre Route im Voraus
  • Nehmen Sie Karten mit (Landkarten aus Papier haben selten einen leeren Akku)
  • Informieren Sie sich über Tankstellen entlang der Route
  • Erkundigen Sie sich, wo Sie gefiltertes Wasser/Flaschenwasser erhalten
  • Tragen Sie etwas Bargeld bei sich (fast überall kann man mit Karte zahlen, aber mit Bargeld gehen Sie auf Nummer sicher – meist kann man mit US-Dollar zahlen).

2. Triumph Adventure-Fahrerlebnis, Wales/Vereinigtes Königreich

Das südlich am Fuß der Brecon Beacons in Südwales gelegene Adventure-Fahrerlebnis von Triumph bietet einen Scambling-Parcours und ein Trainingszentrum für begeisterte Geländefahrer. Das Gelände befindet sich südlich des auch als „schlafender Riese“ bezeichneten Cribarth. Die höchste Erhebung in Südwales, der Pen y Fan, ragt in der Ferne Richtung Norden auf.

Vom Zentrum aus genießt man einen Panoramablick auf die endlosen Hügellandschaften und Wälder der Region. Das Zentrum bietet zahllose Routen entsprechend Ihren Vorlieben und Fähigkeiten an. Hier findet jeder Fahrer das passende Gelände: serpentinenreiche, steile Schotterwege, Kiesgruben und Schlammwege oder schmale Pfade, die sich zwischen Kiefern hindurch winden.

Alle Strecken sind für die Triumph Tiger und Scrambler wie geschaffen.

Unter der Anleitung der erfahrenen Instruktoren vor Ort können auch ausgewiesene Straßenfahrer ihre Fähigkeiten im Gelände ausbauen und verfeinern. Erfahrene Geländefahrer können sich austoben, ihre Fahrkünste aufpolieren und sich im anspruchsvollen Gelände an neuen Hindernissen versuchen.

Alle Strecken sind für die Triumph Tiger und Scrambler wie geschaffen. Verschiedene Modelle können vor Ort ausgeliehen werden. Natürlich können Sie auch Ihr eigenes Bike mitbringen. Zur Ausstattung des Zentrums gehört auch ein Unterrichtsraum für Abschlussbriefings und Fahrschulungen sowie Einrichtungen, in denen Bikes passend ausgestattet und gewartet werden können.

Das Zentrum ist von London aus in rund vier Stunden erreichbar. Von Bristol sind es knapp zwei Stunden und von Cardiff eine Stunde Fahrt. Also worauf warten Sie noch? Hier können Sie sich optimal vorbereiten, wenn Sie eine größere Tour ins Ausland planen oder einfach einmal erleben möchten, wie sich echter Fahrspaß im Gelände anfühlen sollte.

3. Die Provinz Nan und Pattaya in Thailand

Thailand ist ein wirkliches Traumziel für Motorradfahrer, das vielseitige Möglichkeiten bietet. Von den dicht bewaldeten Kalksteingebirgen im Norden bis hin zu den tiefer gelegenen Dschungelgebieten an der Küste im Süden bietet das Land zahllose anspruchsvolle Strecken, auf denen Sie mit Ihrer Scrambler Ihre Fahrkünste austesten können.

Für erfahrene Fahrer, die sich und ihr GPS auf und abseits befestigter Straßen ans Limit bringen wollen, ist die bergreiche Provinz Nan an der Westgrenze zu Laos ein lohnendes Ziel. Eine 700 Kilometer lange, serpentinenreiche Strecke führt in die einige Stunden östlich von Chiang Mai gelegenen Provinz, die eine Vielzahl weltbekannter Gebirgsstraßen beheimatet. Darunter die R1081, die sich entlang der Gebirgskämme an der Grenze zu Laos durch entlegene Dörfer und Wälder windet. Mit ihren nahezu 2.000 Kurven stellt die berüchtigte R1095 Ihr fahrerisches Können und die Fähigkeiten Ihre Bikes auf die Probe.

Kilometerlange Strecken und Wege führen durch die tiefgelegenen Dschungelgebiete.

Die Region ist auch für ihre zahlreichen Nationalparks, abgelegenen Dörfer und atemberaubenden Wasserfälle, Wälder und Flüsse bekannt. Wer auf der Suche nach anspruchsvollen Scambling-Abenteuern inmitten ungezähmter, atemberaubender Natur ist, für den gibt es kein schöneres Ziel als die Provinz Nan. Dort finden Sie auch eine faszinierende Tierwelt. Bitte respektieren Sie wie immer auf Ihren Touren die Einheimischen und das Land, das sie ihr Zuhause nennen.

Wer die südliche Küstenregion erkunden möchte, der findet kilometerlange Straßen und Wege in den tiefgelegenen Dschungelgebieten vor den Türen Bangkoks. Wen es in die Stadt zieht, kann von hier aus problemlos einen Abstecher in Thailands Hauptstadt machen, bevor er weiter die Südostküste hinunter in Richtung der Provinzen Chon Buri und Rayong fährt – die Strecke führt auf schlammigen Pisten durch zahlreiche Sumpfgebiete, über Flüsse und durch dichte Urwälder. In diesen Regionen gibt es verschiedene Tourveranstalter und Trainingszentren für Fahrer von Scrambler-, Enduro- und Motocross-Bikes mit jeweils eigenen Einrichtungen, falls Sie sich ein paar Tricks von den Einheimischen abschauen, Ihre Fähigkeiten aufpolieren oder bewährte Strecken ausprobieren möchten.

4. Manali, Leh, Rajasthan and Kerala in Indien

Hinsichtlich Topografie und Klima bieten die an pulsierender Geschichte und Kultur reichen Regionen Indiens wohl die größte Abwechselung für Motorradfahrer. Die wenige Stunden nördlich von Delhi gelegene nördlichste Region des Landes zieht dank ihrer äußerst abwechslungsreichen Landschaft und extremen Höhenlagen die meisten Fahrer an. Vor dem Panorama der von Wolken gekrönten Gipfel des Himalaja winden sich holprige Gebirgsstraßen in Haarnadelkurven die Berge hinauf.

Manali ist ein beliebtes Reiseziel und markiert den Anfang der historischen Handelsroute nach Ladakh. Das auf einer Höhe von rund 4.000 Metern gelegene Manali ist nichts für jene, die anfällig für Höhenkrankheit sind, entschädigt jedoch mit einem unvergleichlichen Panoramablick.

Die historische Wüstenregion Rajasthan im Nordwesten von Indien

Weiter nördlich in Richtung Leh, dem Hauptort der Region Ladakh, die einst ein buddhistisches Königreich und bis 1959 Hauptsitz des Dalai Lama war, wird die Landschaft zunehmend karger und die Strecke schlängelt sich durch die Wolken und immer dünner werdende Luft die Berge hinauf.

Wer sich nicht über die Baumgrenze hinaus wagen möchte, dem sei die historische Wüstenregion Rajasthan im Nordwesten Indiens empfohlen. Die entlegenen Dörfer, historischen Festungen und Weltnaturerbestätten der Wüste Thar sind über Sand- und Schotterstraßen miteinander verbunden, auf denen von Kamelen oder Eseln gezogene Fuhrwerke verkehren.

Wenn tropische Urwälder, weiße Sandstrände, endlose Teefelder und rustikale Landstraßen mehr nach Ihrem Geschmack sind, dann sollten Sie sich für eine Reise in die Küstenregion Kerala im Süden Indiens entscheiden.

5. Nara und Kawagoe in Japan

Vom subtropischen Klima Kyushus, der südlichsten Hauptinsel, über die schneebedeckten Berge und heißen Quellen der nördlichsten Insel Hokkaido bietet Japan vielseitige Landschaften mit zahlreichen ursprünglichen Nationalparks, kaiserlichen Palästen, historischen Shinto-Schreinen und üppigen Wäldern.

Nach weniger als einer Stunde Fahrt weicht das Stadtgetümmel Tokios ausgedehnten Wäldern und kurvenreichen Gebirgsstraßen in den ländlichen Gebieten Zentraljapans. Der Fudschijama erhebt sich knapp 100 Kilometer westlich vom Stadtzentrum. Um sich ins Geländeabenteuer stürzen zu können, muss man jedoch ein wenig Pfadfinder spielen. Obwohl es in ganz Japan, speziell in den ländlichen Gebirgsregionen zahlreiche Geländestrecken gibt, sind diese häufig nicht ausgeschildert und schwer erreichbar. Wer sie finden möchte, ist auf sich selbst gestellt und sollte eine gute Karte dabei haben.

Für diejenigen, die sich ein wenig Anleitung wünschen oder den Reiseablauf vorab genau planen möchten, gibt es zahllose Tourveranstalter, die vielfältige Touren und Ausflüge zu den zahlreichen Nationalparks und historischen Sehenswürdigkeiten Japans anbieten.