Inspiration: Interview

Aaron B Hall photography

Den Moment einfangen

Aaron B Hall schildert seine Erlebnisse und verrät uns einige Fotografie-Tipps.

Dem Profi-Fotografen Aaron B Hall gelang es, einige atemberaubende Szenerien einzufangen − von einem Vulkan in Vietnam bis zu den schneebedeckten Abhängen in seiner Heimatstadt Salt Lake City. Er schildert seinen Werdegang und verrät uns einige tolle Tipps.

Wo fing alles an?

Als Kind ging ich häufig mit meinen Freunden zum Snowboarden. Wir nahmen die Kameras unserer Väter mit und alberten auf der Piste damit herum. Als meine damalige Freundin und jetzige Frau irgendwann Fotografieunterricht nahm, assistierte ich ihr – und leckte Blut. Ich lebe in Salt Lake City, hier gibt es wahnsinnig viele Leute, die in der Kreativbranche arbeiten. Die Stadt ist ein guter Ort, um Neues zu lernen und gemeinsam mit anderen Ideen zu entwickeln. Im Moment interessiere ich mich vor allem für Surfen, Snowboard fahren und Motorräder, dies sind also meine bevorzugten Themen. Außerdem liebe ich es, zu reisen und Naturmotive einzufangen.

Wie würden Sie Ihren Fotografie-Stil beschreiben?

Ich fotografiere fast alles ohne Stativ mit natürlichem Licht. Für einige kommerzielle Shoots für die Automobilbranche habe ich angefangen, mit Stativen und Blitzgeräten zu arbeiten, aber der Großteil meiner Bilder entsteht frei aus der Hand. Mit Blitzgeräten und zusätzlicher Ausrüstung zu arbeiten ist für mich eine ganz neue Lernerfahrung.

Sind Ihre Aufnahmen gestellt?

Ich stelle nur ganz selten eine Aufnahme. Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, sage ich Ihnen oft gar nicht, dass ich sie fotografiere. Sie haben einfach Spaß und sind ganz sie selbst, während ich meine Bilder mache. Das ist die beste Art, besonders natürliche Fotos zu erhalten – und man kann Geschichten so viel besser erzählen als mit einer gestellten Aufnahme.

Was war ihr Lieblings-Shoot?

Ich war mit einigen Freunden von Deus in Indonesien unterwegs und wir fuhren bei Regenwetter 12 Stunden lang zu einem Vulkan namens Rinjani. Dort angekommen mussten wir auf halber Höhe aufgeben, denn es regnete so heftig, dass es zu Erdrutschen kam − dennoch ein wirklich unvergessliches Erlebnis. In dieser Gegend unternahm ich noch mehrere Touren, denn es ist wirklich eine atemberaubende Gegend.

Wie wichtig ist die Nachbearbeitung der Bilder?

Extrem wichtig. Ein ganzes Jahr lang habe ich mich jeden Abend mit Photoshop und Lightroom beschäftigt, bis ich mit meinen Ergebnissen zufrieden war. Oft kann ich allein anhand der Bildbearbeitung erkennen, wer ein bestimmtes Foto aufgenommen hat. Auch wenn man für einen Kunden fotografiert, der seine Bilder intern nachbearbeiten lässt, hat man oft Einfluss auf die Bildbearbeitung, damit das endgültige Foto wirklich den eigenen Vorstellungen entspricht.

Was kommt als nächstes?

Ich möchte mich stärker auf Autos und Motorräder konzentrieren und erweitere gerade meine Kenntnisse über die Arbeit mit Blitzgeräten und Stativen. Ich kann es kaum erwarten, mehr in diesem Bereich zu machen. Es ist immer toll, etwas Neues auszuprobieren.

Die 5 Tipps von Aaron für bessere Fotos

  • Fotografieren Sie jeden Tag.
  • Erlernen Sie die Bildbearbeitung – entwickeln Sie Ihren persönlichen Stil.
  • Haben Sie keine Angst vor anspruchsvollen Motiven.
  • Vernetzen Sie sich – kommen Sie mit den Leuten ins Gespräch.
  • Machen Sie sich die sozialen Medien zunutze.

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