Inspiration: Big Trip

Triumph Scrambler on Australia tour

16 Tipps für Motorrad-Globetrotter

Weronika Kwapisz gibt inspirierende Tipps

Sie bereiste Amerika auf einer Triumph Bonneville, Neuseeland auf einer neuen Speedmaster und Australien auf einer 2018er Street Scrambler − wer könnte also bessere Tipps geben als Weronika Kwapisz, wenn es darum geht, die Welt zu bereisen?

1 Nicht abschrecken lassen, was auch immer die Leute sagen

Viele werden fragen: Bist du sicher? Oder sie halten einen für verrückt. Aber wenn man zuhause bleibt und seine Träume nicht in die Tat umsetzt, wartet man sein Leben lang vergeblich auf den Adrenalinkick.

2 Nicht von Zweifeln abhalten lassen

Wir leben im 21. Jahrhundert. Wo auch immer man sich im Umkreis weniger Kilometer von der Zivilisation befindet, kann man alles Nötige kaufen, oder man hat zumindest mobilen Empfang, um etwas zu organisieren − im schlimmsten Fall eben den Flug nach Hause.

Die eisblauen Bergseen von Neuseeland

3 Das Akkordeon zuhause lassen

Auf meinen Reisen begegnete ich den unglaublichsten Bikern, die Stühle, Duschen oder Kühlschränke mitgenommen hatten − einer sogar ein Akkordeon. Denken Sie immer daran: Alles, was Sie mitnehmen, muss Ihr armer Esel tragen. Machen Sie eine Liste der Dinge, die wirklich wichtig sind.

4 Die Menschen sind prinzipiell in Ordnung

Überall werden Sie auf zufriedene Menschen stoßen, die Ihnen helfen möchten − oft an den unwahrscheinlichsten Orten. Meistens sind ausgerechnet diejenigen am hilfsbereitesten, die selbst kaum etwas besitzen.

5 Vorausplanen

Wenn Sie nur wenig Zeit haben, dann verschieben Sie nach Möglichkeit den Abreisetermin. Nichts ist schlimmer, als eine Reise in Hektik zu beginnen − statt genussvoll in das Abenteuer Ihres Lebens zu starten, versinken Sie sonst im Stress.

6 Man kann nicht alles planen

Ich weiß, ich weiß, Sie möchten vielleicht nichts dem Zufall überlassen − doch all Ihre Pläne können innerhalb weniger Sekunden in sich zusammenfallen, wenn das Wetter nicht mitspielt oder Sie die Fähre verpassen.

7 Und wenn das passiert …

Dann geraten Sie nicht in Panik oder in Wut. Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein! Denken Sie daran: Vielleicht lernen Sie nur durch dieses Ereignis großartige Menschen kennen, oder Sie entdecken eine ganz besonders schöne Landschaft nur deshalb, weil Sie sich verirrt haben.

8 Vergessen Sie die Zeit

Sobald Sie den Schlüssel ins Zündschloss stecken und Ihr Motorrad starten, sollten Sie Ihre Uhr in der Satteltasche verschwinden lassen. Ab diesem Moment treffen Sie die bewusste Entscheidung, aus dem alltäglichen Hamsterrad auszubrechen! Jetzt geht es darum, zu entspannen.

9 Reisen Sie abseits ausgetretener Pfade

Sie möchten die Welt kennenlernen? Dann gehen Sie Hauptstraßen aus dem Weg! Vermeiden Sie Autobahnen und Schnellstraßen, es sei denn, Sie interessieren sich brennend für weiße und gelbe Fahrspurmarkierungen. Und fahren Sie nie zweimal auf derselben Straße. Das Leben ist zu kurz und die Welt ist zu groß und zu schön, um Zeit damit zu verschwenden, eine Straße mehr als einmal zu bereisen… es sei denn, sie ist es wirklich wert.

10 Beginnen Sie mit dem Bekannten

Erkunden Sie zuerst Ihr Heimatland. Sie werden es ganz neu kennenlernen und überrascht sein, was Sie alles entdecken. Ich habe Menschen aus Polen getroffen, die nach Israel, Afrika oder Südamerika reisen wollten − aber fragen Sie sie mal danach, ob sie schon den Kłodzko-Talkessel oder den Gebirgszug Bieszczady gesehen haben, und die Antwort lautet: „Nein, noch nicht.“

11 Vertrauen Sie auf das Schicksal

Echte Abenteuer beginnen dann, wenn das Schicksal seine Hand im Spiel hat. Eine Straße, die überschwemmt, wegen eines Schneesturms oder eines am Vortag wütenden Tornados geschlossen ist, stellt uns vor ganz neue Herausforderungen.

Mit der Scrambler durch Sydney

12 Keine Panik

Natürlich wird man schnell nervös, wenn man einen 300 km langen Umweg fahren muss. Doch immer mit der Ruhe! Rufen Sie sich in Erinnerung, warum Sie eigentlich unterwegs sind. Vielleicht können Sie Ihre Tagesroute abkürzen, indem Sie ein anderes Ziel ansteuern.

13 Nehmen Sie sich nicht zu viel vor

Planen Sie nicht zu viele Kilometer ein, die Sie pro Tag auf dem Motorradsitz verbringen möchten. Lassen Sie sich von der wunderschönen Welt um Sie herum verzaubern. Rasen Sie nicht einfach von Punkt A nach Punkt B − Sie sind schließlich nicht der Road Runner.

14 Halten Sie sich an die Einheimischen

Die besten Reiseführer sind immer die Menschen vor Ort. Scheuen Sie sich nicht, den Mitarbeiter an der Kasse oder den älteren Herrn an der Tankstelle um Tipps zu bitten. Sie kennen ihre Umgebung wie ihre eigene Westentasche und werden ihnen die besten Straßen und Orte empfehlen, die einen Besuch lohnen und in keinem Reiseführer stehen.

15 Abenteuer nach Zahlen

Je höher die Zahl, nach der eine Straße benannt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine spannende Fahrt und wenig Verkehr auf Sie warten. Statt sich für die Route 8 zu entscheiden, nehmen Sie lieber die 30, 89, 618 oder die 4656.

16 Wenn Sie es bis hierher geschafft haben: schieben Sie Ihre Tour nicht länger auf

Fahren Sie los, bevor es zu spät ist und Sie nicht mehr aus dem Schaukelstuhl kommen.

Hier erfahren Sie mehr über Weronikas Roadtrip durch Australien und ihre Tour durch Neuseeland.