Inspiration: Interview

13 Tipps für Abenteuer im Gelände

Ratschläge von Triumph‘s Adventure-Guru, mit denen Sie jedes Terrain erobern

„Zurücklehnen und die Fahrt genießen.“

Dieser simple Ratschlag ist der wertvollste, den Matt Reed Geländeneulingen mit auf den Weg geben möchte.

Er hat schon viele vor lauter Nervosität gelähmte Fahrer durch die Tür des Adventure-Trainingscenter von Triumph kommen sehen und weiß daher, dass eine gelassene Herangehensweise das Wichtigste ist, um im Gelände erfolgreich zu bestehen.

Welche anderen Tipps hat der Veteran der britischen Enduro-Meisterschaft, Enduro-Weltmeistermeisterschaft sowie der britischen Rallye- und Cross Country Meisterschaft für jene, die sich ein wenig mehr Biss im Gelände wünschen?

Hier ist die Top-Dreizehn seiner Tipps für Anfänger…

Entspannen Sie sich! „Ich rate Fahrern, die noch nie im Gelände unterwegs waren, sich ein wenig zu entspannen, bevor sie sich aufs Motorrad schwingen. Nur wenn die Grundlagen stimmen, kann man seine Fähigkeiten im Gelände weiterentwickeln. Hat man die erst einmal gelernt, reicht es, hier und da etwas zu optimieren.“

Erfahrung zählt „Versuchen Sie, mit Leuten zu fahren, die bereits ein paar Jahre Erfahrung im Gelände gesammelt haben. Von ihnen können Sie sich gute Gewohnheiten abschauen. So lernen Sie an einem Tag mehr, als wenn Sie es monatelang allein versuchen. Übung ist ein weiterer wichtiger Faktor.“

Betrachten Sie nichts als selbstverständlich! „Stimmt der Reifendruck? Die Bekleidung? Benötigen Sie Reifeneinlagen (sog. „Mousse“ aus flexiblem Moosgummi, das vor dem Aufziehen in den Reifen eingelegt wird), damit Sie auch im Fall eines Reifenschadens mobil bleiben? Wenn die Grundlagen stimmen, können Sie sich ganz auf Ihr Geländeabenteuer konzentrieren und es auch genießen.“

Den zweiten Schritt nicht bevor dem ersten tun! „Wer sich gleich in den Wettbewerb stürzen möchte, dem rate ich, zunächst die Grundlagen zu beherrschen. Beginne auf niedrigem Level. Wer gut ist, wird so oder so Fortschritte machen.“

Achte auf deinen Körper! „Es reicht nicht, dein Bike vorzubereiten, wenn dein Körper nicht fit genug zum Fahren ist. Dein Bike kann perfekt präpariert sein, wenn du nicht genug gegessen und getrunken hast und zudem hellwach und aufmerksam bist, besteht Gefahr, dass du Probleme bekommst und kannst die Fahrt nicht genießen.“

Ruhe bewahren! „Eine aggressive Fahrweise mit einem Geländemotorrad rächt sich. Ich habe viele Anfänger gesehen, die versucht haben, richtig aufzudrehen und dabei ihre Maschine beschädigt oder sich verletzt haben. Die neue Triumph Scrambler 1200 und die Tiger Familie bieten reichlich Power im unteren Drehzahlbereich und eignen sich daher für jedes Gelände.“

Bleib cool! „Beim Fahren im Gelände gilt: „Weniger ist mehr.““ Das ist einer meiner wertvollsten Ratschläge.“

Verbessere deine Fähigkeiten in ALLEN Bereichen! „Beim Fahren im Gelände dreht sich alles um die richtige Technik und die Fähigkeit, die eigene Fahrweise an das jeweilige Terrain anzupassen. Wir haben das Glück, im Adventure-Trainingscenter viele unterschiedliche Untergründe wie Gras, Matsch und Felsen zu haben. Um auf sandigen Untergrund zu kommen, muss ich ein paar Kilometer fahren, aber die Mühe lohnt sich.“

Mach dich mit dem Gelände vertraut! „Es immer wichtig, zu wissen, mit welcher Art von Gelände man es draußen zu tun haben wird, denn die mentale Vorbereitung ist genauso wichtig die körperliche und technische.“

Sei kein Schaf! „Wenn vor dir Fahrer sind, halte Abstand und beobachte, was passiert. Du möchtest weder mit ihnen im Graben landen, noch von oben bis unten mit Matsch bespritzt werden. Das Verhalten der vorausfahrenden Fahrer gibt dir Hinweise für deine eigene Herangehensweise. Also, beobachte, was passiert, und setze dann die Fahrt fort.“

Finde die richtige Abstimmung! „Rund 75 Prozent der Zeit im Gelände verbringt man stehend. Daher muss die Abstimmung von Sattel, Hebeln, Lenker und Aufhängung genau passen, oder du wirst dich schwertun. Zudem will das geübt sein.“

Noch ein wertvoller Tipp: „Achte auf deine Hände. Talkumpuder verhindert Blasen, die einem den Spaß schnell verderben können. Wechsle die Handschuhe oder befestige deine Griffe mit Draht. Das Letzte, das du brauchst, sind Griffe, die sich am Lenker drehen oder abrutschen, wenn sie nass und matschig werden.“

Überhaupt ans Ziel zu kommen, ist genauso wichtig wie die Art und Weise, wie du dorthin kommst.

Noch ein paar Extra-Tipps für Fahrer, die sich weiter verbessern möchten:

  • Mache ein paar Geländekurse an einer speziellen Fahrschule.
  • Nimm an Langstreckenfahrten teil.
  • Miss deine Streckenzeit oder bitte Freunde darum. Dann setzt du dich selbst mehr unter Druck und gewinnst einen Überblick über deine Fortschritte.
  • Teil dir deine Kräfte ein. Lerne, schnell, sicher und gleichmäßig zu fahren.
  • Gib dich nicht mit verschlissenen Teilen zufrieden. Teilnahmegebühren und Anreise sind kostspielig, da sollte es nicht an einem verschlissenen Bremsbelag, Ritzel oder einer Kette scheitern.
  • Achte darauf, dass du es bequem hast, und halte dich trocken.