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Wagst du eine Tour auf der Todesstraße?

16 Gründe, warum man in den Anden fahren MUSS

Nicht anhalten, immer weiterfahren! Das ist der einzige Ratschlag für alle, die eine Fahrt auf der legendären Todesstraße „El Camino de la Muerte“ in Betracht ziehen.

Mit einem Anstieg von 4.600 Metern und Streckenabschnitten, die weniger als drei Meter breit sind, bergab fahrenden Autos und Lastwagen auf der Kante zum Abgrund, um Platz zu machen: dies ist keine Straße für Zaghafte.

Wenn Sie auf der Suche nach reinem, unverfälschtem Adrenalin sind, dann ist diese 65 km lange Straße in Bolivien, die von La Paz nach Coroico führt und gemeinhin als die gefährlichste Straße der Welt gilt, der Höhepunkt für jede Reise durch die Anden. Die ersten 20 km durch die längste kontinentale Gebirgskette weltweit lassen sich auf Asphalt noch recht komfortabel zurücklegen. Interessant wird es dann mit dem Anstieg am Beginn der alten Straße, wenn Motorradfahrer die Wolken durchdringen und durch üppigen Urwald an großen Wasserfällen und Kakaofeldern vorbeifahren, bevor sie auf 1.100 m Höhe im Dorf Yolosa eine wohlverdiente Pause einlegen.

Andes Triumph trip

„Dies ist offiziell die gefährlichste Straße der Welt mit einer einspurigen Fahrbahn ohne Leitplanken oder Geländepfosten. Eine langsame und sichere Fahrweise ist hier definitiv Pflicht“, sagt Kevin Sanders von GlobeBusters mit einem schelmischen Lächeln, dem man entnehmen kann, dass er die Strecke wohl noch des Öfteren fahren wird.

„Aber bevor man über diese Tour überhaupt nachdenkt, sollte man wirklich einige Berichte lesen und sich ein paar Videos anschauen. Wenn man bedenkt, dass man die Anden überquert, sollte man auch die Höhenlage in Betracht ziehen. Einige Pässe liegen auf einer Höhe von über 4.500 Metern.“

Wem dieser Tanz mit dem Tod zu weit geht, der kann sich auf eine 8.800 km lange Tour durch die ständig wechselnde Landschaft der Hochanden begeben. Die Tour startet im nördlichen Argentinien und führt durch Bolivien und Peru bis in den Norden Chiles. Die Strecke bietet unvergessliche Eindrücke und gibt unzählige Geheimnisse für ein ganzes Leben preis.

Südlicher Altiplano, Bolivien

Hier folgen 16 wichtige Ratschläge von Kevin für diesen äußerst mystischen, aber dennoch wenig bereisten Teil des Planeten. Die Reihenfolge spielt keine Rolle.

Nehmen Sie sich mindestens fünf Wochen Zeit, um alles zu entdecken, was Südamerika zu bieten hat. Wir empfehlen, immer ausreichend Zeit für den Besuch von Sehenswürdigkeiten einzuplanen und pro Woche einen Tag Pause einzulegen.

Testen Sie die besten Steaks und Tango-Bars der Welt in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens.

Argentinian Steak

Wenn die Zeit knapp wird, verkürzen Sie Ihre Strecke, anstatt zu versuchen, jeden Tag noch mehr Kilometer zu absolvieren, da dies sehr ermüdend und gefährlich sein kann.

Fahren Sie durch die Schlucht im Tal von Quebrada de Humahuaca. Diese Handelsroute führt seit 10.000 Jahren entlang des Rio Grande und wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Nehmen Sie sich in Tilcara vor den Gauchos und ihren Pferden in Acht.

Gehen Sie aufs Ganze und durchqueren Sie ein Gebiet, das sich von der Atlantikküste bis zur Pazifikküste erstreckt – teilweise in großer Höhe. Vermeiden Sie die Regenzeit von November bis März. Die ideale Reisezeit liegt zwischen April und Juli, wenn der Himmel über den Bergen klar und blau ist. Abends kann es jedoch kühl werden.

Besuchen Sie die Silberminen von Cerro Rico (der „Reiche Berg“) in Bolivien, einst Grundlage für den Wohlstand des spanischen Imperiums.

Potosi Bolivia Silver Mines

Die besten Startpunkte sind Buenos Aires in Argentinien und Santiago in Chile, da in beiden Städten der Transport des Motorrads kein Problem ist, wenn Sie Ihr eigenes Bike mitnehmen möchten. Wenden Sie sich an ein Spezialunternehmen wie Moto Freight (www.motofreight.com), um die Formalitäten zu erledigen.

Besuchen Sie Cusco, die Inka-Hauptstadt, die jetzt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie die nahegelegene Festung von Machu Picchu.

Wenn Sie in Argentinien ein Motorrad mieten, ist es Ihnen nicht erlaubt, damit das Land zu verlassen. In Chile sind die Regeln entspannter und Sie können nach Argentinien, Peru und Bolivien reisen. Da die Miete für eine Triumph Tiger vor Ort etwa 130 bis 200 US-Dollar pro Tag beträgt, kann die Überführung der eigenen Maschine aus Europa unter Umständen günstiger sein.

Fahren Sie nach Chile und erleben Sie die langen Wüstenstraßen der Atacama,der trockensten Wüste der Welt. Vergessen Sie nicht, einen Stopp an der „Mano del Desierto“ einzulegen.

Nehmen Sie das richtige Motorrad. Die Modelle Triumph 1200 oder Tiger 800 sind für die unvorhersehbaren Straßenverhältnisse gut geeignet, bei jedem Wetter, auf Schnellstraßen und auf Feldwegen. Die Sitzposition bietet eine ausgezeichnete Sicht nach vorne, sodass Sie nichts von der Landschaft verpassen, und die Kapazität erlaubt Ihnen, viele Kilometer herunterzureißen. Gönnen Sie der Maschine eine Komplettwartung und ziehen Sie neue Reifen auf, wenn Sie mit Ihrem eigenen Motorrad unterwegs sind.

Genießen Sie die fabelhafte Panamericana auf dem Weg zur Pazifikküste.

Panamericana

Wer kann sich die Tour zutrauen? Alle, die Erfahrung im dichten Stadtverkehr haben und bereits im Ausland gefahren sind, sollten keine Probleme haben. Die Straßenbedingungen sind im Allgemeinen gut und außerhalb der etwas chaotischen Großstädte meist frei von Verkehr. Aber seien Sie gewarnt: Kurvige Bergstraßen auf dem hochgelegenen Altiplano bedeuten, dass Sie auf langsam fahrende Lastwagen in unübersichtlichen Kurven und scheue Lamas und Alpakas vorbereitet sein müssen.

Lassen Sie Jubelgeschrei ertönen, während Sie mit Ihrer Triumph über die kristallweiße Salzwüste in Argentiniens Salinas Grandes brausen.

Hinsichtlich der Haushaltsführung… Bargeld lacht in weiten Teilen Südamerikas, der US-Dollar wird überall akzeptiert. Europäische Staatsbürger benötigen für die Reise kein Visum im Voraus, sondern einfach die Originaldokumente von Reisepass, Führerschein, internationalem Führerschein und V5-Fahrtenbuch.

Besuchen Sie das Heim des berühmtesten argentinischen Motorradfahrers, Che Guevara, in Alta Garcia.

  • Die nächste GlobeBusters-Tour durch die Hochanden geht vom 2. April 2019 bis zum 6. Mai 2019 ab Buenos Aires. Erfahren Sie mehr auf globebusters.com