Inspiration: Festival

Outlier’s Guild Custom Motorcycle Show

Die OG Motoshow

Kunst, Gemeinschaft und Motorräder – die Outlier’s Guild Motorcycle Show schafft einen Schmelztiegel der Motorradkultur im Herzen von LA. Reagan Alexander erzählt die Geschichte hinter den Kulissen der Show.

Es ist nicht ungewöhnlich für eine Gruppe von Freunden, solche mit einer gemeinsamen Liebe für Motorradkultur und die Motoren, die sie antreiben, viel und ausführlich über die Idee einer eigenen Show zu reden. Sie reden über die Motorräder, die Gemeinschaft, egal ob Bruder- oder Schwesternschaft, die Musik, das Bier … die Motorräder.

Sie alle können es vor ihrem geistigen Auge sehen, Bike an Bike, aufgereiht in einer strahlenden Parade. Personen aus allen Bereichen tauschen sich aus, teilen ihre Fahrerlebnisse oder entwickeln Ideen während sie lächeln, denn die Sonne hat für einen Moment den Rest der Welt vergessen und scheint nur auf ihre Schultern warm hernieder.

Diese Freunde schwören, eine Motorradshow ins Leben zu rufen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.

Dann wachen sie am nächsten Morgen auf und der Schrecken der Logistik, des Versammelns von Motorradherstellern und Bikern, das Finden eines Platzes, die Papierstapel an Genehmigungen ergreift Besitz von ihrer strahlenden Idee. Der Traum wird auf seinen Platz am Ende der Gedankenkette mit phantastischen Ideen, gleich hinter der eines voll betriebsfähigen Motorrads aus Schokolade (ich nenne sie „Cadbury Cruiser“), verwiesen.

Glücklicherweise haben in Los Angeles vier langjährige Freunde, alle mit unterschiedlichen Hintergründen, aber einer gemeinsamen Leidenschaft, dieses wohlbekannte Gespräch begonnen, niemals den Faden verloren und daraus die Outlier’s Guild Motorcycle Show geschaffen.

Outlier's Guild Motorcycle Show

Im Zentrum der Aufmerksamkeit

Zum zweiten Mal in Folge bot The OG Moto Show uns Chrom-Elstern für einen Freitag Abend und einen ganzen Samstag ein Treffen, das gleichermaßen etwas über die Stadt als auch die Kultur, die es feierte, ausgesagt hat. Die Motorräder standen im Zentrum der Aufmerksamkeit der 6. Anderson Gallery, aber Kunst, Musik, Essen, Trinken und die Branche wurden genauso uneingeschränkt gefeiert.

Outlier's Moto Show

Dies alles kam zustande, als Jay LaRossa und Stan Chen an einem Bike bastelten und sich das Gespräch entwickelte. Warum veranstalteten sie nicht eine Show, die auf gleicher Lenkerhöhe mit The Handbuilt Show in Austin oder The One Moto Show in Portland war?

Vor dem Ansturm in der Galerie

Das Gespräch endete mit einem Telefonanruf zu ihrem gemeinsamen Freund John Pangilinan und, wie John sich erinnert, der nächste Anruf, den er von Stan erhielt, beschränkte sich auf: „Hey, ich habe einen Veranstaltungsort gefunden.ﱣ

Um das Kleeblatt zu vervollständigen, luden sie Ralph Holguin, den Eigentümer der RMD Garages ein, und John sagt: „An diesem Punkt begannen sich die Räder wirklich zu drehen und wir standen bis zum Hals in den Vorbereitungen.“

Um ehrlich zu sein ist eine Motorrad-Show in einer Galerie in der Innenstadt von Los Angeles nicht gerade die Neuerfindung des Rades. Die Idee war jedoch von einer spürbaren Frische beseelt. Eine Neuartigkeit, die wenig mit dem aufkommenden Show-Zeitalter zu tun hatte. The OG Moto Show steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber wie alle Dinge in LA (egal ob gut oder schlecht), ist sie schnell erwachsen geworden.

Moto-inspirierte Kunst

Neben den bemerkenswerten Bikes, die den Mittelpunkt der Show darstellen, ist ein ganzer Lagerbereich der von Motorrädern inspirierten Kunst gewidmet. Hier finden sich Künstler wie Steve Cabellero und Maryia Bulka, sowie eine Helm-Ausstellung und eine besonders große und furchterregende Installation, die mich noch immer jeden Abend unter meinem Bett nach Monstern suchen lässt.

An diesem Freitagabend, der nur auf private Einladung für Motorradbauer und Freunde geöffnet ist, konnten die Besucher, Künstler und Musiker die Show besichtigen und ihre gemeinsame Leidenschaft für das Kreieren teilen, während die aus LA stammende Punk-Garagen-Band The Woolly Bandits den Sound lieferten. Man erhielt den Eindruck sich auf einem Rock-Konzert zu befinden, in dem sich ein Museum breit gemacht hatte.

Grün vor Neid

Als am nächsten Morgen die Türen für die Ausstellung geöffnet wurden, hatte sich eine Warteschlange am Tor der Galerie gebildet und obwohl Triumph mit fünf maßgefertigten Modellen in der Ausstellung vertreten war, war es die Schlange auf der einspurigen Straße, die jeden Motorradliebhaber vor Neid Grün hätte werden lassen.

Bonnie an Bonnie, Tigers, Thruxtons und Bobbers, alte und neue Triumphs in makellosem Zustand, alle sehr verschieden, jede mit einer Geschichte, die man dem Lächeln der Biker entnehmen konnte, nachdem sie ihre Helme abgezogen hatten.

Der Hinterhof war mit Essens- und Kleiderständen sowie Sponsorenständen ein lebhafter Marktplatz und der kontinuierliche Puls von Steppenwolf und Danzig war wie eine warme und vertraute Umarmung. Und die Sonne brach, ganz nach Bestellung, durch die früh angekommenen Wolken.

Nehmt dies mit einem Körnchen Salz, schließlich sind wir in Los Angeles. Für die vier Väter, die eine familienfreundliche Motorrad-Show schaffen wollten, der es an nichts, was sie an dieser Stadt lieben, fehlen sollte, ist genau dies der Punkt.

Outliers Motorcycle Guild

Kleine Oase

Ausstellungsstücke in einer Galerie, die sehr „Los Angeles“ ist. John sagt: „Wir wollten unsere Flagge hissen und sagen, dass wir die Los Angeles Show sind.“

„Es sollte einladend sein.“

Alle, die Los Angeles kennen, wissen, dass die Stadt oft kein sehr freundlicher Ort ist; dass sie, obwohl mit viel Sonnenschein gesegnet, viele dunkle Seiten hat. Aber wenn man auf eine kleine Oase wie The Outliers Guild trifft, wo Leute, die Motorrad fahren, und Leute, die es nicht tun, aus demselben Grund sind, merkt man, dass hier zwar alle unterschiedlich sind, aber, wenigstens für einen kleinen Moment, genau dort sind, wo sie sein sollen.

Outliers Motorcycle Guild