Inspiration: Workshop

Experten für Abenteuer, Minenumfahren und Wolkenlesen

Triumph Adventure Experience-Ausbilder enthüllen ihre Vergangenheit

Die atemberaubende neue Adventure Experience von Triumph ist ab sofort buchbar. Daher möchten wir die Jungs vorstellen, welche dort die tägliche Dosis Nervenkitzel liefern.

Nick Plumb

Beruf Leitender Ausbilder, Triumph Adventure Experience Centre

Alter 40

Hintergrund Ich wuchs im Südosten Londons als ziemlicher Lausbub auf. Schon früh interessierte ich mich für Motorräder und hatte für Abenteuer immer etwas übrig.

Mit 15 begann ich, Rennen zu fahren, arbeitete in verschiedenen Bike-Shops und stieß dann zum Archway Project, das Jugendlichen mit Motorrad-Workshops hilft, wieder auf den rechten Weg zu kommen.

Vor 15 Jahren zog ich nach Südwales. Zu meinen größten Erfolgen gehört, Vorsitzender dieser gemeinnützigen Stiftung geworden zu sein. Noch immer helfe ich in meinem Heimatort jungen Menschen aus problematischen Milieus.

Erfahrung Ab 2003 nahm ich vier Jahre an der Dakar-Rallye teil. Das war eine unglaubliche Erfahrung. Mit anderen Rallyefahrern unterwegs zu sein und andererseits zu sehen, welche Erfolge das Archway Project erzielt – so lernt man die Kunst schätzen, das Unmögliche möglich zu machen.

Danach trainierte ich Ewan McGregor und Charley Boorman für ihre „Long Way Round“-Weltreise und merkte, dass es mir wirklich lag, Leuten zu helfen und sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten.

Nick Plumb Triumph Motorcycles Adventure Experience Tiger 1200

Meine beste Fahrt? Dakar, ohne Zweifel. Ich konnte einige wirklich unglaubliche Orte besuchen. In meinem ersten Jahr in Libyen sah ich die größten Sanddünen meines Lebens, wirklich unvergesslich. Einige von ihnen waren zwei- oder dreihundert Meter hoch. Beim Herabfahren beschleunigt man immer weiter und sie wollen einfach nicht enden. Ein unbeschreibliches Gefühl. Muss man unbedingt mal gemacht haben.

Der brenzligste Moment? Damals wusste ich es nicht, aber es war an der libyschen Grenze. Da gab es eine gewellte Straße mit Dünen auf beiden Seiten. Also musste ich natürlich unbedingt zu den Dünen. Alle winkten mir zu, abzusteigen und als ich anhielt, sagte man mir, dass sie voller Minen waren. Am nächsten Tag wurde einem Lastwagen an der gleichen Stelle die Radachse weggesprengt.

Nick Plumb Triumph Motorcycles Adventure Experience Tiger 1200

Wo hast du dich auf deinem Bike am einsamsten gefühlt? Ich hatte eine Panne in der Sahara und habe schreckliche Angst vor Krabbeltieren. Die Nacht war pechschwarz und jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, konnte ich mir ausmalen, wie sie auf mich zukamen. In der Nacht konnte ich kein Auge zutun.

Der beste Ort zum Fahren? Baja in Kalifornien. Die Rallye dort war die beste meines Lebens. Man kann dort an Kakteen vorbeisausen und sieht einzigartige Landschaften. Aber Wales ist nah dran, dank der Vielfältigkeit des Terrains und des Wetters. Darum bin ich hierhin gezogen.

Deine erste Triumph? Ich muss ehrlich sein, ich bin ein Triumph-Neuling und bin erst vor vier Jahren zu einer 1200 Explorer gewechselt. Die habe ich total geliebt. Ich wünschte, ich hätte das Angebot der Adventure-Bikes früher im Leben entdeckt. Ebenfalls bin ich ein großer Fan der Street Scrambler, die wir hier einsetzen werden.

Dein schönster Moment auf einem Bike? In Argentinien drehte ich einen Werbespot und konnte von Buenos Aires nach Chile fahren. Dabei sah ich Orte, die ich mir als kleiner Junge auf dem rauen Pflaster von Bermondsey in London niemals hätte erträumen können.

Matt Reed

Beruf Ausbilder, Triumph Adventure Experience Centre

Alter 40

Hintergrund Mit 12 begann ich, an Trials teilzunehmen und wechselte mit 16 zu Enduros. Auf denen blieb ich 10 Jahre lang, bis ich zu den klassischen Straßenrennen kam. Ich war schon immer wettkampfverrückt, aber vor Kurzem habe ich herausgefunden, dass es noch aufregender ist, die Welt zu erkunden.

Erfahrung Ich habe an den britischen und World Enduros, der britischen Rallye und an den Cross Country Championships teilgenommen. Das war eine der härtesten körperlichen und geistigen Herausforderungen meines Lebens.

Meine beste Fahrt? Marokko. Wunderschöne Landschaft und tolle Menschen. Sie sind so großzügig und freundlich, besonders, wenn sie eine Gruppe von Triumphs sehen, die durch die Berge fahren. Ich bin schon in Spanien und an der Amalfiküste in Italien gefahren. Aber das Atlasgebirge in Marokko ist – mit Ausnahme von Wales – wahrscheinlich die faszinierendste Landschaft, die ich bisher erlebt habe.

Der brenzligste Moment? „Als ich klassische Rennen fuhr, sagte mir mein Vater, der ebenfalls Motorradfahrer ist, welche Linie ich nehmen sollte. So kam ich am Ende einer Kurve heraus und traf auf eine Gruppe, die plötzlich vor mir umkippten wie Kegel. Mein Leben zog vor meinen Augen vorbei und ich hatte etwas, was ich einen „Kalte-Zehen-Augenblick“ nenne. Doch dann war die Straße plötzlich genauso schnell wieder frei.“

Nick Plumb Triumph Motorcycles Adventure Experience Tiger 1200

Wo hast du dich auf deinem Bike am einsamsten gefühlt? Bei den britischen Championships. Ich hatte schon ewig niemanden mehr gesehen und begann, mich zu fragen, ob ich vielleicht Schilder oder Checkpoints verpasst hatte. Das hatte ich nicht, aber als ich zum ersten Mal wieder einen Menschen sah, war ich geistig völlig erschöpft.

Der beste Ort zum Fahren? Wales, keine Frage. Ich bin hier aufgewachsen und kenne die Region gut. Wir haben hier alles: Wälder, Berge, Ackerland, zerfurchte Felder und Flüsse. Und Schlamm, jede Menge Schlamm!

Deine erste Triumph? Meine Tiger 800. Sie ist gebaut für das vielfältige Terrain, das wir hier haben. Als ich zum ersten Mal eine fuhr, war ich noch an Dirtbikes gewöhnt und versuchte, sie wild umherzulenken und mit Sprüngen in die Luft zu bekommen. Doch schon bald entdeckte ich, dass sie Respekt forderte.

Dein schönster Moment auf einem Bike? Mein allererstes Bike hatte Plastik-Milchbehälter als Handschutz. An einem Wintertag fuhr ich auf die Spitze meines heimischen Bergs, Machen Mountain, nahe Newport in Südwales. Als ich ankam, waren alle Täler ringsherum mit dichtem Nebel bedeckt. Das war ein magischer Moment.