Inspiration: Interview

EXKLUSIV: Triumph Geständnis von Arctic Monkeys Star

Bassist entschuldigt sich für Verkehrsbehinderung

FTR-Biografie:, Bass nach Bonneville

Name: Nick O'Malley

D.O.B: 5. Juli 1985

Beruf: Bassguitarist & Backgroundsänger der Arctic Monkeys

Geburtsort: Sheffield

Ideales Motorrad: Triumph Scrambler

Bevor er über seine neu entdeckte Liebe zum Motorradfahren spricht, muss das Mitglied der wohl erfolgreichsten Rock-‘n‘-Roll-Band der Welt ein Geständnis ablegen.

Falls Sie Anfang des Jahres als Autofahrer in einer sich kaum vorwärts bewegenden Autoschlange Richtung Sheffield unterwegs waren, möchten sich Arctic Monkeys-Bassist und Backgroundsänger Nick O’Malley dafür entschuldigen.

Nach einer zweijährigen Pause zurück in Großbritannien, bevor die Arbeit an einen neuen Album beginnt, was unweigerlich das sechste Nummer-Eins-Album der Band in Folge sein wird, ist er sehr darauf bedacht, diese peinliche Geschichte zur Hauptverkehrszeit von seiner Seele zu bekommen.

„Ich hatte mich entschieden, mir ein Motorrad zu kaufen. Aber ich war ungeduldig und überstürzte es. Also kaufte ich mir eine kleine 125cm³ , borgte mir einen Halbschalenhelm von einem Kumpel, der ein 900cm³ Motorrad hatte und wir fuhren raus aufs Land rund um Sheffield”, sagt er.

„Wir waren auf dem Heimweg und ich bemühte mich, mit ihm mitzuhalten. Aber gerade als wir uns der Innenstadt näherten, ging meine Gangschaltung kaputt und blieb im ersten Gang hängen. Mein Kumpel schlich mit seiner Bestie von einem Motorrad neben mir her und wartete auf mich und ich stotterte im Schneckentempo vorwärts und hielt den ganzen Verkehr auf.

Nick O'Malley, Arctic Monkeys, Triumph Motorcycles, Bonneville T120, Triumph Bonneville, Sheffield
Nick und die Bonneville T100

Da er in seiner Heimatstadt – dank des scheinbar unaufhaltsamen 14-jährigen Aufstiegs der Band zu weltweiter Berühmtheit – leicht zu erkennen war, war sein erster Gedanke, nach Hause zu kommen, ohne negative Schlagzeilen auf sich zu ziehen.

„Niemand erkannte mich und wir haben es nach Hause geschafft. Aber das war definitiv der Moment, in dem ich mich entschloss, mich zu bemühen, den Motorradführerschein zu machen”, lacht er.

Für Nick, der sich 2006 aus einem Supermarktjob heraus der Band angeschlossen hatte – nachdem er sich mit der Sheffield Band, The Dodgems, einen Namen gemacht hatte – übertraf der Fahrspaß und die Freiheit auf zwei Rädern bei Weitem die Erwartungen seiner Kindheit.

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Nick dreht mit der T100 eine Runde in seiner Heimatstadt

„Ich wollte als kleiner Junge schon immer ein Geländerad haben, aber meine Eltern sagten ‚kommt gar nicht in Frage‘. Jetzt habe ich eigene Kinder und verstehe warum. Es geht beim Fahren nicht darum, mit Geschwindigkeit über Unebenheiten und Gräben zu rasen. Der Wunsch, ein Motorrad zu haben, nagt seitdem an mir”, fügt er hinzu.

Im Sommer absolvierte Nick die Fahrschule, erhielt eine Volllizenz und gibt nun freudig zu: „Ich bin davon besessen, auf zwei Rädern raus zu kommen, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Das war etwas, was ich schon immer machen wollte, da ich schon immer Motorräder und Fahrer aus der Ferne bewundert habe. Warum? Weil sie so verdammt cool aussehen, nicht wahr?“

Blick auf Sheffields Industriegebiet

Eine Unterbrechung der Aufnahmen, da Bandleader Alex Turner an einem Soloprojekt mit Kumpel Miles Kane als die Last Shadow Puppets arbeitete, hatte O’Malley und seinen Freunden die perfekte Gelegenheit geboten, dem Reiz nachzugeben.

„Das war gut, weil es mir Zeit gegeben hat, mehr über Motorräder und das Fahren zu lernen. Fazit: Ich liebe die Freiheit und die schiere Anonymität, die man auf dem Motorrad hat… abgesehen von diesem einen Mal in Sheffield.

Nick wartet derzeit ab und lernt mehr über die Wissenschaft zu fahren, bevor er ein eigenes Motorrad kauft. Einmal und nie wieder nach dem 125er-Vorfall.

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Nick und die Street Cup

„Ich habe sie von Kumpeln ausgeliehen, aber jetzt bin ich im Begriff, den Sprung zu wagen und mir selbst ein Motorrad zu kaufen. Wenn ich eine Maschine kaufe, wird es definitiv eine Triumph sein – das ist eine Marke, die diesen klassischen britischen Touch hat”, sagt er.

„Ich war nie ein Fan der großen US Cruiser oder Chopper, weil sie mir einfach nicht klassisch genug aussehen. Ich habe immer die Form und Linien der Bonneville geliebt, vor allem weil sie jetzt noch genauso aussieht wie damals in den späten 50ern, als sie zum ersten Mal rauskam. Das war die erste echte Rock’n’Roll-Ära. Vielleicht entsteht auch dadurch eine Verbindung.“

Die Einflüsse der Band sind vielfältig, mit Texten und Humor, die im Kern Yorkshire reflektieren, aber gleichzeitig Americana würdigen. Die Tatsache, dass die Bonneville 1956 raus kam, das Jahr, in dem Turners größte Einflussperson, Elvis Presley, sich in das Bewusstsein der Welt drängten, wird von dem Musiker begrüßt.

Du kannst einfach losfahren, Landschaften, neue Orte sehen... es ist ein bisschen so, als wäre man im modernen Wilden Westen.

Nick O'Malley

„Das Schöne an den modernen klassischen Bonnevilles ist, dass ihre DNA noch genau die gleiche ist wie damals, man sie jedoch mit einer Menge neuer Technologie vollgepackt hat, sodass man den coolen Look mit all den modernen Features hat, wie z.B. einer digitalen Tankanzeige.”

Zwei der Bandmitglieder, Lead-Gitarrist Jamie Cook und Schlagzeuger Matt Helders, beide fahren Bonnies, begleiten Turner, auf seiner von Holiday Customs beeinflussten Bonneville, und Nick, auf „was auch immer ich in die Hände bekommen kann“, normalerweise auf Ausfahrten aus den Hügeln Hollywoods raus.

„Wenn wir nicht als Gruppe fahren können, treffen wir uns mit Freunden oder ich fahre mit Al – beide mit Vollvisierhelmen, weil ich meine Lektion gelernt habe. Selbst wenn es nur eine kurze Fahrt ist, ist das Gefühl der Anonymität fantastisch”, gibt er zu.

Er drückt sich gut aus, ist höflich und bedächtig. Nick, wie auch der Rest der Band, wird dem böser-Junge-Genre von Rock‘n‘Rollern nicht gerecht, sondern lässt die Wahl seines Traum-Motorrads für sich sprechen: „Die neue maßgeschneiderte Triumph Scrambler wäre wahrscheinlich mein Ideal, weil sie diesen besonderen Touch hat. Aber es ist ehrlich gesagt eine schwierige Wahl.

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Bonneville T100 auf den Straßen von Sheffield

„Jedes Mal, wenn Triumph ein neues Motorrad auf den Markt bringt, wie die Scrambler und die Thruxton rauskommen, machen sie alles richtig. Ich denke jedoch, dass mich auch diese starke britische Komponente beeinflusst.”

Er fügt hinzu: „Wir sind jetzt hier in LA und hier findet dieses ‚das Gras ist immer grüner‘, statt’‘. Wenn wir jetzt sechs Monate hier sind, bekomme ich Heimweh nach Sheffields Stadtzentrum und den grünen Hügeln ringsherum und muss wieder nach Hause.

„Ich bin dort aufgewachsen und dieser Ort ist ein großer Teil meines Lebens. Ich verbinde so viele schöne Zeiten und Erinnerungen damit. Deshalb ist es ein ganz besonderes Gefühl, die Freiheit zu genießen, dort ungestört herumfahren zu können, wann immer ich zurückkomme. Ich werde ein paar Monate hier verbringen und dann werde ich anfangen Kalifornien und die Hitze zu vermissen und wieder dorthin zurückgehen. Und dann fängt der Zyklus wieder von vorne an.“

Eine von O’Malley ersten richtigen Fahrten war auf einer T120 von Los Angeles nach Joshua Tree durch den Nationalpark, und dann mit einigen Freunden weiter nach Palm Springs.

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Nick und die Bonneville T100

„Es hätte genauso gut eine Millionen Meilen von Sheffield entfernt gewesen sein können”, sagt er: „und das war der Kick daran… die Möglichkeit zu haben, aufzubrechen und überall hin zu fahren, wohin wir wollten, neue Landschaften zu sehen, und uns durch nichts beschränken zu lassen, war unbezahlbar.”

Wieder zu Hause angekommen, entkommt er den Strapazen eines mörderischen Aufnahmeplans – die Jungs haben vor, Anfang des neuen Jahres wieder ins Studio zu gehen – indem er eine Runde aufs Land fährt: „Wo ich wohne, sieht man jedes Wochenende immer Hunderte von Motorradfahrern aufs Land fahren. Der Woodhead Pass und der Snake Pass sind fantastisch und nicht weit entfernt, ganz anders als die Landschaft in Kalifornien.“

Aber Nick besteht darauf, dass das ganze „Lifestyle-Ding” genauso große Anziehungskraft hat, wie das Fahren selbst und fügt hinzu: „Die Motorrad-Szene ist wirklich noch ein zusätzlicher Bonus. Es gibt eine Menge coole Sachen drumherum, und seien wir ehrlich, die meisten der besten Lederjacken kommen aus der Luftfahrt oder aus der Motorradszene.

Nick und die Bonneville T100

„Ich bin jedes Mal echt aufgeregt, wenn ich auf ein Motorrad steige und denke: ,Weiß ich, wie man das macht?‘ und denke dann, „ja, weiß ich”. Und dann bist Du in Deiner eigenen Welt
und fühlst Dich, als könntest Du überall hinfahren, wohin Du willst und nichts kann Dich aufhalten.“

Du kannst einfach losfahren, Landschaften und neue Orte sehen… es ist ein bisschen so, als wäre man im modernen Wilden Westen.